026 Expedition: Stadt und Stier

18.02.2018

Teilnehmer:

Unsere Expedition startete in Schwarzsee, wo das Dorfleben wieder zur NormalitĂ€t zurĂŒckgekehrt war. Es war fĂŒr die Schwarzseeer diesen Winter nicht leicht und wenn man bedenkt, was die armen Leute schon alles durchmachen mussten, war es bewundernswert, wie sie durchhielten.
Wir brachen in Richtung des Steppenflusses auf und hielten uns am sĂŒdlichen Ufer. Bei gutem Wetter hatten wir ideale Reisebedingungen und so kam unsere kleine Karavane sehr gut voran. Ea und Olaf versorgten uns in der Zeit mit Nahrung aus dem Wald und fanden ideale LagerplĂ€tze fĂŒr uns.
Wir hielten uns weiter am Rande des Hornwaldes und langsam breitete sich die weite Steppe vor uns aus.
In der folgenden Nacht wurde unser Lager von zwei SĂ€belzahntigern ĂŒberfallen. Sie waren hungrig und schafften es Orins Esel zu reißen. Thorweld und Orin verfolgten sie noch in das Grasland, um ihnen den Gar auszumachen, konnten es aber mit ihrer Geschwindigkeit nicht aufnehmen. Der Verlust des treuen Reittieres schmerzte uns sehr aber wir mussten realistisch sein. Wir brauchten Nahrung fĂŒr die kommenden Tage und das Fleisch des Esels konnte uns helfen. Mit VorrĂ€ten auf dem Wagen und wachsamen Augen setzten wir unsere Reise fort immer am Wald entlang bis das SteppengelĂ€nder immer weniger wurde und zu einer sumpfigen Landschaft wechselte.
Das Moor was nun vor uns lag verlangsamte den Wagen etwas. Diese unwirkliche Gegend beheimatete echsenĂ€hnliche Wesen die aus dem Moor entstiegen und uns attackierten. An Kontaktaufnahme war nicht zu denken, so blieb uns nichts anderes ĂŒbrig als uns zu verteidigen. Sie waren mit Ohren und Knochen von Goblins behangen was uns vermuten lĂ€sst das diese Kreaturen das Dorf der Goblins in frĂŒherer Zeit einmal ĂŒberfallen hatten. FĂŒr nĂ€here Nachforschungen nahmen wir einen Kadaver mit vielleicht können wir zumindest von ihrem Erscheinungsbild etwas fĂŒr die Zukunft lernen.
Wir ließen den Sumpf hinter uns und kamen zu einer HĂŒgelkette. Hier meinten meine Kammeraden mĂŒsste es einen Pass geben der uns direkt in die Ebene des Stieres fĂŒhrte. Thorweld und Olaf errichteten eine gut gebaute Schneefestung in der wir lĂ€nger verweilen konnten. Diese Entscheidung war richtig denn schon in der Nacht brach ein fĂŒrchterlicher Sturm herein der uns zwang einen Tag zu rasten und auszuharren. Wir hatten MĂŒhe uns warm zu halten. Den Pferden ging die eisige KĂ€lte noch mehr zu Leibe und wir befĂŒrchteten schon, dass eines diese Nacht nicht mehr ĂŒberleben wĂŒrde. Wir dachten schon der Sturm wĂŒrde niemals nachlassen da klarte der Himmel am nĂ€chsten Tag auf und wir konnten weiter. Wir ließen den Wagen zurĂŒck nahmen aber die entkrĂ€fteten Pferde mit. HĂ€tten wir sie zurĂŒck
gelassen wĂ€ren sie verendet. Wir passierten die HĂŒgelkette und vor uns breitete sich die weite Ebene aus. EaÂŽs Falke gab Alarm und in der Ferne konnten wir eine massive Schneewolke erspĂ€hen die auf uns zuraste. Es war der Stier. Wir hielten Abstand wollten einen direkten Kampf mit ihm so lange wie möglich vermeiden. Ea gelang es einige Pfeile auf ihn abzufeuern. Doch mit einem Mal drehte die Kreatur um und zog sich zurĂŒck. Wir folgten seinen Spuren zu einer Felsformation entschieden uns aber dagegen ihm in die zerklĂŒftete Felswand zu folgen.
Wir richteten unseren Blick Richtung SĂŒden zu der Stadt. Als wir nĂ€her kamen erkannten wir Ruinen, und eine Stadtmauer. Wir wollten sie betreten doch Olaf sah durch die Augen seines treuen Begleiters dass sich etwas in der Stadt regte. Sie war bewohnt. Kurz hoffte ich dass es vielleicht Überlebende waren aber diese Hoffnung wurde zerschlagen als drei bullige Oger aus der Stadt auf uns zu kamen.
Ich hoffte einen Kampf vermeiden zu können und suchte den Ersten Kontakt. Sie waren hungrig, gierig und wollten unsere Pferde. Sie bedrohten uns und alle MĂŒhe die Angespannte Situation friedlich zu lösen war vergebens.
Es kam zum Kampf und nach und nach kamen immer mehr Oger aus der Stadt und attackierten uns. EaÂŽs Falke wurde von einem der Oger aus der Luft gerissen und ging tot zu Boden. Wir schlugen sie zurĂŒck aber als wir den Laut eines Hornes hörten und Olafs Eule uns mitteilte, dass noch mehr dort waren konnten wir nicht anders als schweren Herzens uns zurĂŒck zu ziehen. Wir waren Nahe am Ende unserer KrĂ€fte und bevor es zu noch mehr Verlusten kam traten wir den RĂŒckzug an.
Eine Gruppe von Oger verfolgte uns bis zu der Felsformation sie hatten uns schon fast eingeholt da drehten sie um.
Viel Zeit zum verschnaufen blieb uns nicht denn mit einem mal hörten wir das schnauben und metallische Knirschen des Stieres. Er rannte auf uns zu wir machten uns bereit ihm mit der Kraft die wir noch hatten ihm entgegen zu treten. Ea feuerte Pfeile auf ihn ab so viele sie noch hatte. Sein Atem brannte wie SĂ€ure auf der Haut er nahm Anlauf um Orin auf die Hörner zu nehmen doch dieser hielt mit all seiner Kraft dem entgegen. Wir schlugen auf ihn ein und mit einem hellen gleißenden Blitz schaffte es Olafs Eule den Stier Zufall zu bringen.
Die Kraft dieser kleinen Eule war ĂŒberwĂ€ltigend. Es ein Bild wie aus der alten Sagengeschichte die kleine „Blitzkralle“ hatte den Großen Stier mit einem Schlag erledigt.
Bei der Untersuchung der Überreste des Stieres konnten wir klĂ€ren, dass er keinerlei Magie oder anderen Zauber auf sich hatte. Die Stahlplatten waren mit dem Körper verwachsen aber wir konnten nicht erkennen ob es durch Fremdes zutun angebracht wurde. Thorweld war entschlossen den Kopf als TrophĂ€e mit nach Lichthafen zu bringen und keiner von uns sah einen Grund ihm das auszureden. Vor der Abreise untersuchten wir noch die Unterkunft des Stieres aber außer versteinerten Überresten von Oger und anderen Tieren fanden wir Nichts. ZĂŒgig machten wir uns auf den Heimweg und nach ein paar Tagen erreichten wir Schwarzsee.
Dort angekommen wollte Olaf noch einer Vermutung nachgehen.
Wir nahmen uns ein Boot und fuhren auf den Schwarzsee hinaus. Olaf beschwor einen Tintenfisch den wir ins Wasser hinab ließen, tief in die Dunkelheit. Durch seine Augen konnte Olaf erkennen dass in der Tiefe des Schwarzsees immer noch diese magische erdrĂŒckende Dunkelheit war die alles Licht verschlang. Ob das noch die Überreste der Macht des Schattenkönigs war konnten wir nicht erkennen aber vielleicht sollte dem zu einem anderen Zeitpunkt nachgegangen werden.
Unsere Reise war anstrengend und hatte uns viel abverlangt. Wir haben Verluste erlitten aber auch neue Erkenntnisse gewonnen. Wenn die Stadt im SĂŒden erforscht werden soll muss ein Weg gefunden werden wie man mit den Ogern fertig wird. Meiner persönlichen Meinung werden wir alleine mit Reden nicht sehr weit kommen. Ich möchte es nicht ausschließen aber es sei dahingestellt ob diese Oger der Diplomatie zugĂ€nglich sind.
Ich danke meinen Kammeraden die einmal mehr ihren Mut und ihre Tapferkeit unter Beweis gestellt haben und mir wieder gezeigt haben, dass die FÀhigkeiten von uns allen den bestmöglichen Erfolg bringen.

Schwester Adria

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