092 Krieg um Lichthafen oder Das Ende

Letzte Vorbereitungen

Drei Tage nach dem Kolonietag, dem Gründungstag unserer wunderschönen Kolonie, hatte sich der Feind in Form der Schwarzen Legion vor unseren Toren gesammelt. Schwarzsee war bereits erobert worden, war aber zu diesem Zeitpunkt schon evakuiert gewesen; die Verluste waren minimal und die Truppen der 2. Und 3. Legion nutzten das Dorf als Lager. Am frühen Nachmittag des 4. Kampftid wurden ihre Truppen an den Toren Lichthafens erwartet, und so sammelte uns die Führungsebene am Vormittag in der Wrackfeste für einen letzten Kriegsrat.

Unsere Truppen fassten samt derer unserer Verbündeten an die 1600 Mann; alle Wildlanzen – gegenwärtige wie ehemalige – standen für die Verteidigung unserer Heimat bereit (mit Ausnahme von Bhalgrim, der seit einigen Tagen spurlos verschwunden war). Khelrim und Sóni waren zur Verteidigung der Wrackfeste eingeteilt um die Zivilisten und seine Eminenz Gouverneur Gerumdson zu beschützen, welcher zur Zeit des Kriegsrates bereits sichtlich nervös war. Neben ihm und den Wildlanzen waren beim Kriegsrat anwesend:

Lord Kommandant Hadriel, Kastellan Maximus, Hauptmann Margondr Ullgor, Hafenmeister Neraxas vom Clan der Ebenklauen, König Malok Vielklaue von den Goliathen, Mondsichel von den Tabaxi, Agia von den Sonnenhufen, Meister Kimet, Sir Julius Ortorius von den Kaval’schen Rittern, sowie ein Stimmsender, der mit dem Meervolk in Kontakt stand. In der Ordenshalle war das Lazarett eingerichtet, wo Mutter Brehm bereitstand, und mit ihr Magister Wahr, der sich zu dieser Zeit tief in einem Ritual befand, das uns die Kommunikation zwischen den verteilten Schlachtlinien erlauben würde. Lord Kommandant Hadriel berichtete, dass der Feind die vergangene Nacht gut war in Schach gehalten worden und wir uns seine Erschöpftheit würden zu Nutze machen. Zu diesem Zweck würde es vier Schlachtfelder geben:

  • Der Hafen, wo die Felder westlich und die Straßen der Stadt mit Fallen gespickt worden waren, und auf den Truppen zuzogen, über denen ein grüner Drachen kreiste,
  • Die Nordstadt, wo König Malok mit 200 seiner Goliath-Kriegern auf den Feind warten würde, der zwei Drachen, einen weißen und einen blauen, hierherführte,
  • Die offene See, wo unsere Schiffe vom Meervolk unterstützt auf die feindliche Flotte der 7. Legion warten würden,
  • Und schließlich würde Sir Julius eine Truppe Reiter anführen, die dem Feind in den Rücken fallen würde, und mit dem Onyxklan bereits einen Hinterhalt vorbereitet hatte.

Meister Kimet klärte mit dem versammelten Kriegsrat noch ab wo die vorbereiteten Runen gesetzt werden sollten. Es wurde sich darauf geeinigt, dass je eine Rune zur Unterbindung feindlicher Magie ans Tor der Oberstadt und aufs Flaggschiff der Flotte, die Morgentau, kommen sollte, eine um den Mut der Truppen zu stärken je in den Norden und in den Hafen, sowie je eine um die Gegner in Angst zu versetzen an die Westgrenze des Hafens und zum Torhaus. Weiters wurde uns gesagt, gezielt gegen ihre stärksten Krieger und Bestien vorzugehen, da ein schnelles Ausschalten den Zerfall der gegnerischen Truppen bedeuten könnte.

Als Überraschung beschenkte uns der Rat dann noch mit neuen, schimmernden Wildlanzen-Wappenröcken, die das Symbol der Hoffnung verdeutlichen sollten, das wir in der Schlacht sein würden. Weiters wurde verkündet, dass die Einheiten unter den Bannern der bisher für die Kolonie gefallenen Helden in die Schlacht ziehen sollten:

Die Einheiten Lichthafens

  • Unter einem grünen Banner, welches von einem Auge und einem zerbrochenen Schwert in weiß geziert wird, Einheit Bharash, unter der Führung von Vagglath Schuppenbruder, mit hundert Kriegern des Eismähnen-Clans
  • Unter dem Banner von Adria, einer silbernen Blitzwolke auf blauem Feld, angeführt von der ehemaligen Lanze Thorweld, ziehen noch 70 Donnerfäuste und 30 Feuerherzen ins Feld
  • Murit, mit einem weißen Amboss auf grauem Feld, auf dem das Symbol der Großen Mutter prangt, mit den 40 Hügelzwergischen Kriegern des Silberbart Clans, allesamt Veteranen der Schlacht am Pass, unter der Führung Bretvias
  • Igniziel, unter violettem Banner mit silbernem Buch und Regenbogen, unter der Führung der Bannerträgerin des Ordens, Valeria Celeano, bestehend aus 50 Soldaten Lichthafens
  • Versammelt unter einem weißen Banner mit goldener Laute von Einheit Rek’Shar, mit Ulf Axtbart an der Spitze, kämpft eine tapfere Truppe von einhundert Milizionären
  • Die mächtige Trebuchet Hendryk, die von einem schwarzen Banner mit einer roten brennenden Hand geziert wird, unter der Aufsicht von Ingenieur Isovin, unter dessen Kommando auch zwei Mangonels und zwei Speerschleudern mitsamt deren Mannschaften und zwanzig Soldaten zur Verteidigung fallen
  • Barrock, angeführt von Sir Publius Verga unter dem grünen Banner mit zwei silbernen Fäusten und bestehend aus 50 Soldaten der Lichthafener Wache
  • William, unter dem Banner zweier gekreuzter Armbrüste, angeführt von Agia, der Unerschütterlichen: Der Verband der Sonnenhufe, bestehend aus 50 Kriegern. 
  • Sorkath: Sir Julius Ortorius, der Hauptmann der kavallischen Reiter, führt seine 50 Mann unter dem Banner eines gehörnten Tieflingkopfes gekreuzt mit Schwert
  • Zalracos: Diese 100 Tabaxi werden von Mondsichel selbst angeführt, mit dem Banner eines Buches, aus dem ein Fluss entspringt.
  • Lazav: Der zweite Trupp aus hundert Tabaxi zieht unter Sembia in die Schlacht. Ihr Banner zeigt eine Bärenkopf mit gebleckten Zähnen
  • Nux: Bestehend aus 50 Kobolden mit ungefähr 25 ihrer ungewöhnlichen Kreaturen; Häuptling Kashak selbst trägt das graue Banner mit blauem Auge
  • Drakh: Meepo hält das graue Banner mit braunem Ei stolz in die Höhe, ihm folgen ebenfalls 50 Krieger der Kobolde mit 25 ihrer Kreaturen.
  • Ezuri, angeführt von Ariamis Liadon sammeln sich unter dem weißen Banner mit goldener Drossel 50 Wachsoldaten.
  • Roksan, unter der Führung von Karrog Eisenhauer und seiner Echse Khazsh stehen ebenfalls 50 Wachsoldaten, angeführt vom roten Banner mit zwei goldenen Flaschen
  • Timas: Das grüne Banner mit Silbernem Topf steht für die erste Schwarzseer Wildlanze, Meister Perelog führt damit 100 seiner Milizen in die Schlacht.
  • Orin: Die 50 Krieger der Bergzwerge unter ihrem Anführer Rangus vom Stahlherz Clan marschieren unter dem grünen Banner mit silberner Hellebarde
  • Erevan: Das Banner des braunen Schweines, gekrönt von einem silbernen Bogen, auf grünem Feld wurde von der Garde der Lothieran adoptiert, dessen Hundertschaft an elfischen Kriegern Major Fyladris vorsteht.

Weiters stach unsere Flotte in See bestehend aus drei Kriegsschiffen und vier aufgerüsteten Transportschiffen:

  • Morgentau, das Flaggschiff von Lord Kommandant Hadriel, welches von Kastellan Maximus kommandiert wurde und unter dem Banner der Wildlanzen segelte
  • Wogenreiter, das Kriegsschiff der Drakonier unter dem Kommando von Hauptmann Ullgor, mit dem weißen Drachen auf Rot, der eine aufgehende goldene Sonne verschlingt, dem Wappen des Clan Margondr.
  • Völsung, ein behäbiger Zweimaster unter dem Handelsschiffskapitän Lysarus mit einem silbernen Drachenkopf auf blauem Feld
  • Sarkhan unter Kapitän Zerastes, ebenfalls ein umfunktioniertes Handelsschiff, dessen Banner ein schwarzer Hammer auf grauem Grund darstellt.
  • Xairdyrogh unter dem silbernen Schild auf kupfernem Grund.
  • Khamgrung, befehligt von Hafenmeister Neraxas, auf deren Segel ein blauer Schild mit Blitz auf weißem Grund prangt.
  • Und unter dem Banner eines silbernen, herabstürzenden Sterns mit zwei silbernen Drachen auf schwarzem Grund, die Abendstern unter dem Kommando von Avery Riardonna Roberta.

Während der Besprechung trat einer von Magister Wahrs Akolythen ein um etwas mitzuteilen, und kurz darauf wurde von vier hochelfischen Soldaten eskortiert der Herold der Schwarzen Legion, der uns schon beim Lanzenfest beehrt hatte, hereingeführt. In seinen Händen hielt er eine bläulich-weiß schimmernde Kugel. Der Akolyth teilte mit, dass es sich nach gründlicher Untersuchung um einen ungefährlichen Kontaktzauber handelte, den der Feind geschickt hatte. Die Kugel begann zu glänzen und plötzlich brach Licht aus ihr hervor, das drei geisterhaft durchsichtige Gestalten bildete: Bargas, die Schwarze Hand, ein gut gebauter blaugeschuppter Drakonier, der ein Schild und einen Streithammer, der wie aus zwei verbundenen metallenen Fäusten geformt war, trug; Vorath, der Todesbote und Schwarze Alchemist der 3. Legion und Begünstigter Krozzax’, der gebückt und auf einen Stab mit einem grünen Juwel gestützt ging – ein deformierter grüner Drakonier, dem einige Schuppen und ein Auge fehlten; und König Antavor der Bantari-Stämme südlich des Thabo, ein tätowierter Mensch mit schulterlangen, ungepflegten schwarzen Haaren und Bart, der in Felle und Knochen gekleidet war, einen Speer, um den Energie zuckte, führte und der damit protzte unbesiegt zu sein und uns jagen wollte. Sie lobten uns, dass wir den Osten Pangoras geeint hatten, und boten uns ein letztes Mal an uns zu ergeben, doch wir schlugen aus. Weiters meinten sie, der große Krozzax hätte keine Zeit für uns, und dass wir uns seine Aufmerksamkeit erst verdienen würden müssen. Sie gaben weiter an, dass sie den ganzen Weg von Drakonia hergekommen waren, Verrat in den eigenen Reihen überstanden hatten, Monster und Kreaturen überlebt hatten, die wir uns nicht vorstellen konnten, und dass sie eben immer noch hier waren. Avery, Seth und Ofreg richteten sie noch Grüße von Lisidris und Graumann, den beiden verbliebenen Schattenklauen, aus, bevor ihre Illusionen dann einer nach dem anderen verschwanden. König Malok verwandelte sich daraufhin in einen Winterwolf und vereiste den Herold, um ihn dann in tausende Stücke zerspringen zu lassen. So schlossen unsere Vorbereitungen und der Kampf um unsere Zukunft begann.

Als wir uns an unseren jeweiligen Fronten sammelten hörten wir von um unsere Stadt das Donnern von tausenden von Schritten. Die Armeen hatten uns umzingelt und brüllten ihren Kampfschrei, der Antwort fand: am Himmel erschien eine humanoide Illusion, die einen schwarzen Panzerhandschuh ausstreckte, dessen Schatten sich über Lichthafen legte und kurzzeitig die Sonne verdunkelte. Dann verschwand die Illusion, und die Armeen stürmten auf uns zu.

Verteidigung des Hafens unter Lord Kommandant Hadriel

(Durch Alaia, Ea, Fin, Olaf, Quintus und Zora)

Die Felder westlich des Hafens waren mit Fallen und tiefen Gräben versehen; sie sollten dazu dienen, die Einheiten der Schwarzen Legion aufzuteilen, und uns ermöglichen so viele wie möglich von ihnen zu vernichten.

Unsere erste Linie war in der Mitte dieser Felder, Quintus und Fin voran, Ea, Olaf, Zora und Alaia einige Meter dahinter. Am Horizont konnten wir schon die Armee des Feindes aufmarschieren sehen, allen voran menschliche, in Lumpen gekleidete, geschundene Sklaven, zum Teil mit Schaum vor dem Mund und irre grinsend und lachend, mit Tonkrügen in ihren Händen. Dahinter befanden sich Halboger und Oger, sowie in deren Mitte ein mächtiger Feuerriese in schwerer Rüstung. Über dem Feind kreiste ein grüner Drache, der uns aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht anzugreifen schien.

Die Truppen des Feindes begannen auf uns zu zu marschieren und wir begannen, so wie die anderen Einheiten, sie mit Pfeilen und unseren Speerschleudern zu beschießen; wir konnten einige von den Sklaven mit den Krügen töten und die Krüge zerstören, in denen sich Alchemisten-Feuer befand.

Dann wurde plötzlich der Feuerriese unsichtbar und wir konnten nicht eruieren wo er sich befand. Wir bekämpften die Oger, welche auch schwer gepanzert waren, und Halboger, bis Ea und Olaf plötzlich von einem mächtigen Hieb eines Schwertes getroffen wurden.
Der unsichtbare und fliegende Feuerriese war über ihnen gewesen und hatte sie attackiert. Mit einer Anti-Magie-Schriftrolle konnte Alaia die Zauber auf die Kreatur aufheben, und so wurde der mächtige, gepanzerte Riese wieder sichtbar. “Ich werde meine Schwester rächen”, war die einzige Aussage, die er traf, und so kämpften wir gegen ihn und die restlichen Oger, sowie einen Oger, schwer gepanzert mit einem Visier, das einen Wolf darstellte. Mit vereinten Kräften und der Hilfe einer weiteren Schriftrolle, die einen Blitzzauber wirkte, konnten wir so zumindest die erste Welle etwas aufhalten und zogen uns nach hinten aus den Feldern zurück, währenddessen die Fallen aktiviert und entzündet wurden.

Kampf um die Nordstadt mit König Malok Vielklaue

(Mit Arun, Llombaerth, Ludovic , Mimimi, Ofreg und Waywok )

Bei unserer Ankunft am Erdwall, den es zu verteidigen galt, waren die Einheiten Bharash, Adria, Igniziel, Rek’Shar und Murit bereits in Position gegangen. Die erste Vorhut des Feindes war gerade in die Nordstadt gelangt und begann damit, Gebäude in Brand zu stecken, während sie auf die Hauptstreitmacht warteten, deren düstere Schatten wir bereits in der Ferne sehr gut ausmachen konnten. Auf Befehl Maloks lösten wir uns gemeinsam mit dem Blitzbanner Adrias aus den Verteidigern, um diese Vorhut auszuschalten bevor diese wieder in die Armee eingegliedert werden konnte. Der Ansturm von hundert Goliathen blieb natürlich nicht unentdeckt, und als wir in die Deckung der ersten Gebäudegruppe schlüpften, waren die Gegner bereits defensiv aufgestellt. Wir hatten die Wahl zu attackieren oder zu warten, mit der Gefahr, dass die Hauptstreitmacht eintreffen würde. Wir entschlossen uns für Ersteres.

Unsere Soldaten stürzten aus den Schatten der Gebäude auf die nächsten Gegner, eine Formation von Speerträgern, zu. Sobald sie sich in Bewegung setzte, kam eine weitere Einheit, offensichtlich bestehend aus Panthern, Löwen und ähnlichen Bestien mit einigen Menschen, die diese befehligten, ihren Kameraden zu Hilfe, und auf Geiern berittene Halblinge nahmen die Halbriesen mit Bögen unter Beschuss. Obwohl der Anführer der Speerträger, ein menschlicher Krieger auf einem Streitwagen, den Schlägen Mimimis und dem Beschuss durch mich und Arun nicht lange standhalten konnte und die Moral der Gegner einbrach, wurde Adrias Flanke von einer Einheit Axtschnabelreiter getroffen. Während wir einige Verluste hinnehmen mussten, machten sich auch ein paar der Bestien, angeführt von einer Wertigerin, auf zu den Gebäuden, aus deren Deckung ich und Arun feuerten. Zusammen mit Ofreg, der sich zurück zu uns wandte, konnten wir diese Gefahr besiegen. Als diese bestialische Anführerin zusammenbrach, konnte Thorweld seine Truppe wieder formieren, und die Gegner begannen zu brechen. Als wir uns letzten Endes zurückzogen, kreisten die Drachen nur mehr wenige hundert Schritte von uns entfernt über der Armee. Adria hatte Verluste erlitten, war aber durchaus noch kampftüchtig. Die wenigen Gegner, die überlebt hatten, waren geflohen, und in dieser Situation war eine Verfolgung undenkbar. Dennoch hatte unser Ausfall die Gegner geschwächt. Wir zogen uns zum Wall zurück, wo wir unsere Wunden versorgten und der Legion zusahen, wie sie sich langsam für den Ansturm formierten. Bevor dieser begann, zählten wir zwei Verbände an Speerträgern, eine größere Gruppe Bogenschützen, den gesammelten Schwarm dieser Geier mit ihren bogenbewaffneten Reitern, sowie eine Truppe, die aus gepanzerten, schweren Bestien wie Elefanten, Ochsen und Nashörnern zu bestehen schien. Im Hintergrund wartete noch ein gerüsteter Affe, der mindestens 20 Fuß in der Höhe maß, aber den Göttern sei Dank zu diesem Zeitpunkt noch nicht in das Geschehen eingriff. Mit dem Vormarsch der Gruppe erhoben sich die beiden Drachen in die Luft, mit Bargas beritten auf dem blauen Exemplar.

Der Kampfverlauf war mehr als nur brutal. Das mächtige Gebälk Hendryks knarrte etliche Male auf und fügte den feindlichen Bogenschützen herbe Verluste zu, ehe der blaue Drache sich auf die Mauern schwang und dem Beschuss ein Ende setzte. Einheit Igniziel und mit ihr Bannerträgerin Valeria hat sich in dieser Schlacht hervorgetan: trotz heftigem Beschuss sicherte sie unsere östliche Flanke gegen eine viel größere Streitmacht aus Speerträgern und konnte diese mit Unterstützung von Barrock brechen. Rek’Shar wurde vom weißen Drachen schwer dezimiert und konnte dem anschließenden Ansturm einer flankierenden weiteren Gruppe Panther und Löwen nicht standhalten. Arun wurde mit einem einzigen Atem des weißen Drachen ebenfalls eingefroren, dieser wurde allerdings von Hornstößen in der Distanz weggerufen – es schien als hätte unser Hinterhalt für Aufmerksamkeit gesorgt. Schließlich verließen einige gegnerische Truppen und der verletzte weiße Drache das Schlachtfeld, was mir erlaubte zu Arun zu gelangen um ihm wieder auf die Beine zu helfen.

Inzwischen hatten Adria und Murit die Bestien und einen weiteren Trupp zerstreut, waren aber selbst schwerst angeschlagen, als sich auch der Blaue Drache und sein Reiter auf uns stürzte. Ich und Arun konnten dem blitzenden Atem kaum ausweichen. Als schließlich auch Adria unter den anstürmenden Panthern unterging, erteilte Malok das Rückzugssignal und wir konnten uns in die Sicherheit der Mauer zurückziehen. Der Feind beschloss, uns nicht zu folgen und sich für den eigentlichen Sturm der Mauer vorzubereiten.

Hinterhalt mit Sir Julius und der Kavallerie

(Mit Alykith, Cian, Evendur, Hethurin, Kung-Lok und Thalak)

Wir hatten, unter der Anleitung und Führung von Sir Julius zusammen mit den Kavallischen Lanzenreitern, den Zentauren und den Tabaxi-Kriegern die Kavallerie gebildet und den Hinterhalt für die Schwarze Legion vorbereitet.

Nachdem wir uns aus Lichthafen entfernt hatten und versteckt in Position gebracht hatten, warteten wir, dass der Großteil der Landtruppen vorbeigezogen war.
Als die Bodentruppen an Lichthafen angekommen waren, bewegten wir uns aus unserer Deckung und begannen die Kriegs- und Belagerungsmaschinen anzugreifen. Nachdem wir die meisten der Hobgoblins mit ihren Basilisken und anderen Kreaturen getötet hatten, flüchteten alle der wenigen Überlebenden, sodass wir die Belagerungsmaschinen zerstören konnten. Anschließend plünderten wir das gegnerische Feldlazarett, welches mittransportiert worden war, und verteilten die Beute auf unsere Einheiten. Anschließend machten wir uns auf den Weg, um unsere Truppen am Tor zu unterstützen und den Gegner in die Zange zu nehmen.

Auf dem Weg dorthin trafen wir noch in der Nordstadt auf fünf Mitglieder der Drachenklauen, welche uns ordentlich zusetzten. Wir konnten sie bezwingen, allerdings wurden unsere Zentauren-Truppen vollkommen ausgelöscht, und nur durch die Hilfe der Stillen Freunde konnte die feindliche Einheit, die sie besiegten, vernichtet werden.

Anschließend haben wir uns zusammengesammelt und Khelrim ist zu uns gestoßen, als wir gegen König Antavor und sein Mammut persönlich stehen mussten.

Auf hoher See mit dem Meervolk

(Mit Avery, B’Elanna, Fo, Remas, Rorik und Seth)

Als wir an Bord der Abendstern gingen, lag außer uns nur noch die Morgentau im Hafen. Im Gegensatz zur langgezogenen, schlanken, elfischen Morgentau mit ihrem einen Mast, den Ruderbänken und dem für Kriegsschiffe typischen Rammsporn ist meine Abendstern ein recht modernes, drakonisches Schiff mit verstärktem Bug, zwei Masten, zwei Ballisten und einem kleinen Katapult; sie ist kleiner und dadurch schneller und wendiger. Ein jedes Schiff unserer Flotte hatte eine Besatzung von ungefähr 30 Mann, wobei unsere größtenteils aus tapferen “Freiwilligen”, die bisher auf Handelsschiffen gedient hatten, bestand. Die Freibeuter unter Semyaza und Egara waren informiert worden; der Wind war günstig.

Auf Kastellan Maximus’ Befehl hin trafen wir auf hoher See mit den Clairdonai zusammen für einen Spezialauftrag, in den uns Guinemere und Ephyra dann einweihten: wir würden zusammen mit ihnen auf großen Reit-Delfinen unter Einfluss von Tränken der Wasseratmung die feindliche Flotte von unter der Wasseroberfläche zerstören. Die beiden konnten weiters berichten, dass an Bord der gegnerischen, elf Schiffe starken Flotte mit magischer Gegenwehr zu rechnen war, und dass die Flotte von einem unglaublich gewaltigen, mehr als 100 Fuß langem Flagschiff mit drei Masten angeführt wurde. An Bord ihrer Schiffe befanden sich Hobgoblins und Drakonier.

Bei einem letzten Blick, den er übers Meer schweifen ließ, konnte Remas im Osten zwei weiße Segel ausmachen und im Süden in der Ferne ein rotes. Der Ritt auf den Delfinen wäre wohl lustig gewesen, wenn die Situation nicht so ernst gewesen wäre. Wir trafen mit etwa 100 Kriegerinnen der Clairdonai zusammen, von denen Ephyra und Guinemere je die Hälfte befehligten. Ein paar von ihnen waren als Späher vorausgeschwommen und berichteten bei ihrer Rückkehr, dass auch der Feind Unterstützung Unterwasser dabei hatte: mehr als 100 Stück Sahuagin (große Fischkreaturen mit Armen und Beinen) und ein riesiger Schwarm Haie schwammen im Bugwasser der Flotte der 7. Legion, und sie hatten unsere Anwesenheit bereits bemerkt. Wir wollten versuchen durch ihren Ring zu brechen um überhaupt zu den Schiffen zu gelangen.

Als B’Elanna kurz auftauchte, sah sie in einer Wolke, die über den feindlichen Schiffen schwebte, Bewegungen, konnte aber nicht ausmachen was dort drinnen war, und so wandten wir uns dem dringenderen Problem zu, nämlich der Truppe von etwa 50 Sahuagin und dem Haufen Haie, die auf uns zukamen. Sieben große Haie, darunter ein wirklich riesiger Hai, sowie drei Sahuagin hielten sich etwas im Hintergrund – wir beschlossen uns ihrer anzunehmen, während das Meervolk sich um den Rest der Truppen kümmern sollte. Nach einem erbitterten Kampf, in welchem Remas von einem der Sahuagin mit einem Dreizack durchbohrt wurde, Rorik ihn aber retten konnte, schafften wir es uns gegen diese Gruppe durchzusetzen. Jedoch mussten wir uns mit unseren ebenso siegreichen, wenn auch leider dezimierten Verbündeten zurückziehen um unsere eigenen Schiffe zu schützen, ehe wir der gegnerischen Flotte überhaupt Schaden zufügen konnten. Auf Befehl liefen wir wieder in den Hafen ein um uns neu zu formieren.

Zwischenbilanz

Bei einer kurzen Besprechung über Magister Wahrs Kommunikationsmagie erfuhren alle von den Wertigern im Norden und dass die Bantari dort bezwungen worden waren, sich die Gegner aber bereit machten den Erdwall zu stürmen. Viel Zeit blieb nicht zum Durchschnaufen und schnell standen wir wieder auf den Schlachtfeldern.

Hafen

Nachdem wir uns aus den Feldern zurückgezogen hatten, platzierten wir uns auf den Dächern sowie in den Straßen.
Lord Kommandant Hadriel und die Miliz positionierten sich an der westlichen Flanke, danach kamen die Zwerge, dann die Einheit Erevan mit den Bogenschützen, dann waren wir auf den Dächern des Hafens und neben uns in den Straßen befanden sich die Kobolde mit ihren Riesenechsen und Tausendfüßlern.
Wieder rückte der Feind vor, wieder mit Ogern und Halbogern, und noch einigen wenigen Sklaven, die noch Tonkrüge bei sich trugen. In den Feldern hatten sie mittlerweile Katapulte platziert, die mit Steinen, sowie mit großen Amphoren mit Schleim auf den Hafen schossen.

Auch der Drache zog immer engere Kreise um die Schlacht herum, und so begann unser Kampf mit der schwarzen Legion erneut. Die erste Einheit, die fiel, war die Miliz, dann die Zwerge und dann die Kobolde während wir uns immer weiter zurückzogen.

Es tauchten einige Alchemisten bei uns auf, die verschiedene Zauber auf uns wirkten, jedoch konnten wir diese schnell ausschalten. Der Drache stürzte sich auf uns herab und wir kämpften gegen ihn. Alaia nutzte ihre Schriftrolle und schickte den Drachen weg auf eine andere Ebene. In der Zeit, in der dieser weg war, tauchte bei uns Vorath auf; es entbrach wieder ein Kampf und Alaia konnte einen seiner Zauber bannen. Nachdem Vorath gefallen war, stellte sich aber heraus, dass dieser ein magischer Doppelgänger war und sich deshalb der echte noch herumtreiben musste. Alaia holte den Drachen wieder zurück und tötete ihn mit einem Gedankenzauber.

Oberstadt

Die Nordstadt war gefallen, und mit ihr die Einheiten Adria und Rek’Shar. Obwohl die große Trebuchet zerstört wurde, wurden die Männer der Einheit Hendryk nur verstreut, und die restlichen Kriegsmaschinen waren nach kurzer Reparatur wieder einsatzbereit. Unsere restlichen Einheiten – vor allem Murit – waren allerdings alle ziemlich angeschlagen, und während wir in der Distanz die Reste des weißen Drachen reglos am Boden liegen sehen konnten, war unsere Hoffnung ein Durchbruch unserer Kavallerie in den Rücken der Feinde.

Meer

Bevor wir wieder gesammelt ausliefen, ging Fo von und Ludovic an Bord der Abendstern. Unsere Flotte verließ den Hafen und traf schon bald auf die der Legion. Ungefähr zeitgleich trafen auch die beiden Schiffe der Freibeuter-Kapitäne Semyaza und Egara, die Sturmwind und die Seehexe, ein und nahmen, wie geplant, die Schiffe der Legion in die Zange.

Die Flotte der Legion bestand aus insgesamt 11 Schiffen, davon fünf Kriegsschiffe mit etwa 50 Mann Besatzung und fünf Transporter, die je ungefähr 100 Krieger fassten. Sie alle waren in der Größenordnung zwischen 100 und 150 Fuß, bis auf ihr Flagschiff, die Schwarzer Stern, eine gewaltige, 400 Fuß lange Monstrosität mit metallverstärktem Rumpf und gut 200 Mann Besatzung.

Unter Wasser war der Kampf zwischen Clairdonai und Sahuagin bereits ausgebrochen, und auch unsere Flotte befand sich bald in einem erbitterten Gefecht. Mit der Abendstern, die etwas im Hintergrund gehalten worden war, versuchten wir vor allem die Schwarzer Stern von unserem Hafen fernzuhalten und wollten sie nach Möglichkeit auch versenken. Ihre Geschütze hatten eine extrem hohe Reichweite und verschossen Steine, die beim Aufschlag zu Feuerbällen wurden. Als wir uns gerade mit einem der Kriegsschiffe anlegten, schoss plötzlich aus der Wolke über der Flotte ein schwarzer Drache hernieder, tauchte ins Wasser ein und versenkte nur Augenblicke später die Sarkhan. Offensichtlich konnte der Drache schwimmen und das sogar sehr gut – er war auch die größte momentane Bedrohung, aber da wir ohne Reitdelfine unter Wasser nutzlos gewesen wären, entschieden wir uns, uns lieber weiter auf die Schwarzer Stern zu konzentrieren und diese entweder zu versenken oder zumindest am Anlegen zu hindern. Wie sich aber herausstellte schlossen diese Ziele – der Drache und das Flaggschiff – sich nicht gegenseitig aus, da ersterer wohl abgestellt war um letzteres zu beschützen. Als Remas den Steuermann eines der Kriegsschiffe, der Todesnebel, mittels Beschusses ausschaltete, näherte sich unter Wasser der dunkle Schatten. Wir bereiteten uns schon auf das Schlimmste vor, da sprach Ludovic einen Zauber und beförderte das Ungetüm für eine Minute auf eine andere Ebene, was uns und unserer Flotte wertvolle Zeit erkaufte. Mittlerweile hatte die Völsung Feuer gefangen, doch ihre Besatzung kämpfte erbittert weiter.

Etwa auch zu dieser Zeit teilte uns Magister Wahr mit, dass der südliche Teil des Hafens gefallen war – ein Grund mehr die Schwarzer Stern vom östlichen Teil abzuhalten. Wir verfolgten sie weiter und fügten der Todesnebel und ihrer Besatzung genug Schaden zu um sie schließlich zurückzulassen, steckten dabei aber selbst auch einiges an Feuerbeschuss ein. Aber meine Mannschaft und meine Kameraden konnten schlimmeres verhindern – sogar der Feuerball, der unseren Mast und die darauf sitzende B’Elanna traf, richtete keinen gröberen Schaden an. Als Ludovics Minute um war und der Drache erneut aus den Wellen brach, war es nun an B’Elanna ihre Magie zu wirken: was als Drache aus dem Wasser kam, kehrte als Riffhai in selbiges zurück und würde uns für eine Stunde in Ruhe lassen.

Während hinter und um uns weiter die Seeschlacht tobte und auch die Khamgrung mit Hafenmeister Neraxas sank, machten wir uns mit vereinten Kräften daran die Pfeile unserer Ballisten in Feuerpfeile zu verwandeln, die Remas dann auf die Segel der Schwarzer Stern feuerte um ihren doch recht großen Vorsprung aufzuhalten. Die Freibeuter konnten mehrere Schiffe kapern und so aus dem Verkehr ziehen, während andere von unserer Flotte versenkt wurden. Aber schließlich gingen auch die Morgentau und die Wogenreiter unter. Wir waren weiter der Schwarzer Stern auf den Fersen, mit dem Ziel Rorik dicht genug für einen mächtigen Zauber, den er vorbereitet hatte, heranzubringen, wurden unsererseits allerdings von einem der letzten verbliebenen Kriegsschiffe gejagt, hinter dem die Völsung her war, so schnell sie in ihrer Behäbigkeit denn konnte. Schließlich mussten wir erkennen, dass die Schwarzer Stern zu schnell war, und so setzte Rorik seinen Zauber auf das letzte Kriegsschiff ein, das plötzlich in einem gewaltigen Loch im Wasser verschwand und dann offensichtlich nicht mehr zu retten war, als die Wellen wieder über ihm zusammenschlugen. Wir nahmen direkten Kurs auf den Hafen, wo die Schwarzer Stern dabei war anzulegen, während die Clairdonai und die Sahuagin nach beiderseitigen schweren Verlusten sich aus der Schlacht zurückzogen und unsere verbliebenen Schiffe – die Xairdyrogh, die Völsung und die beiden Freibeuterschiffe – Überlebende der anderen Wracks (darunter Hauptmann Ullgor) auffassten und uns dann ebenso in den Hafen folgten.

Auf ins letzte Gefecht

Bisher war die Schlacht bereits extrem blutig verlaufen und auf beiden Seiten gab es schwere Verluste zu beklagen. Perelog, Meepo, Thorweld, Ulf Axtbart, Agia und ein Großteil ihrer Sonnenhufe zählten bereits zu unseren Gefallenen. Auf der anderen Seite dachten wir kurzzeitig Vorath, der Todesbote, wäre gefallen, doch stellte sich dies leider als magischer Trick heraus.

Im Norden rückte der Feind immer weiter auf die Wrackfeste zu, was dazu führte, dass Khelrim seinen Posten dort verließ und ebenfalls in den direkten Kampf eintrat. Aberhunderte Bantari-Krieger lagen bereits tot in der Nordstadt, aber auch unsere Truppen waren angeschlagen.

Im Hafen war die Kaserne umstellt, die Truppen der Bergzwerge bereits ziemlich dezimiert; Lord Kommandant Hadriel und fünf der Freihändler führten die Verteidigung an.

Auf den Feldern waren die Truppen der Sonnenhufe so gut wie ausradiert worden. Ebenso standen nur mehr eine Hand voll Kaval’scher Reiter, sowie einige wenige Tabaxi. Dafür war aber auch die Legion hier auf eine einzelne Truppe Axtschnabelreiter dezimiert.

Im Hafen landete mittlerweile die Schwarzer Stern als einziges verbliebenes Schiff der Legion im Gilderfluss, dicht verfolgt von der Abendstern, während etwas später auch die Völsung, die Xairdyrogh, die Sturmwind und die Seehexe zu unserer Verstärkung eintreffen sollten.

Kaserne und Tempel

(Alaia, Ea, Fin, Olaf, Quintus, Zora)

Wir platzierten uns am Wall und in den Türmen der Kaserne; auf der Seite des Tores waren Halboger, die versuchten dieses zu zerstören, vor uns eine Gruppe Drakonier und unter ihnen Vorath.

Vorath trat vor und sprach erneut seine Herausforderung aus; er schlug mit dem Stab auf den Boden und ein mächtiges Erdbeben ging durch die Kaserne und der vordere Turm mit Alaia brach ein. Die Drakonier rückten vor, und so begann wieder ein Kampf. Ein riesiger Insektenschwarm machte uns auf der Mauer zu schaffen.

Quintus, Hadriel und Alaia (in Affenform) stürmten durch die Drakonier – fällten dabei deren roten Anführer – um Vorath zu töten. Während dem Kampf wurden sowohl Alaia als auch Ea von schwarzem Schleim getroffen und dadurch beeinflusst.

Quintus schlug immer mehr und mehr auf Vorath ein und konnte ihn so vernichten.

Verstärkung im Hafenviertel

(Avery, B’Elanna, Ludovic, Remas, Rorik, Seth)

Währenddessen tobten auch im Hafenviertel neue Kämpfe. Von der Schwarzer Stern, dem – einzig verbliebenen – Flaggschiff der Legionsflotte, gingen zahlreiche Truppen in Form von Hobgoblins an Land und bezogen zwischen Gebäudeteilen des Hafenviertels Stellung. Die Abendstern unter dem Kommando Averys legte kurz danach an und ihre Besatzungsmitglieder wurden direkt von diesen Hobgoblins empfangen.

Uns jedoch gelang es an Land zu gehen und Gror Razzak, den “Fleischer”, der die Truppen kommandierte, zu stellen und gemeinsam schnell auszuschalten – ein wenig Genugtuung für Avery und mich, war er es doch, der uns ursprünglich den Krieg erklärt hatte. Jedoch war auch er nicht alleine: eine ganze Kommandotruppe unterstütze ihn dabei das Hafenviertel unter Kontrolle zu bringen. Erbarmungslos geführte Gefechte mit einem Barbaren, einem Krieger, einem Hexer, einem Barden und einem Kleriker des Zerstörers, der die Macht besaß verheerende Gewitter herbeizurufen, waren die Folge.

Uns blieb kaum Zeit uns um die Besatzung der Abendstern zu sorgen, die von einer Vielzahl an Hobgoblins attackiert wurde, wobei es hier vor allem Ludovic zu verdanken ist, dass es nicht schlimmer gekommen war. Dieser hat nämlich mit wohl platzierten Feuerbällen die Angehörigen der Faustgarde, einer drakonischen Angriffstruppe, ausgeschalten und so Schlimmeres für die Besatzungsmitglieder verhindert. Als wir uns endlich gegen die Truppe des Fleischers erwehrt hatten – wobei Remas so schwer schon verletzt geworden war, dass er sich kaum noch rühren konnte – wurden wir mit einem plötzlichen Flügelschlagen über uns daran erinnert, dass B’Elannas Zauber auf den Drachen abgelaufen war, und der es ihr sehr übel nahm die letzte Stunde als Riffhai verbracht zu haben. Mit letzter Kraft versuchten wir uns so schnell wie möglich in Deckung zu bringen. Doch da erklang von den Dächern her ein mächtiger Schlachtruf, als Kastellan Maximus – von den verbliebenen Schiffen aus dem Wasser gerettet – über selbige Dächer mit gezücktem Schwert auf den schwarzen Drachen zugestürmt kam und ihm im Sprung mehrere tiefe Wunden zufügen konnte. Den Drachen verstörte dies genug, dass er von Lichthafen abließ und davonflog. Wir atmeten auf und sicherten diverse erbeutete schwarzmagische Gegenstände, während die Schlacht um uns alle herum langsam abebbte und wir einen schwer erkauften Sieg einfuhren.

Kavallerie auf den Feldern

(Alykith, Cian, Evendur, Hethurin, Khelrim, Kung-Lok, Thalak)

Wir zogen zusammen mit den restlichen Streitkräften gegen die Belagerer, ein Bataillon aus berittenen und unberittenen Axtschnäbeln, angeführt von König Antavor auf seinem Kriegsmammut. Während die Streitkräfte aufeinanderprallen sollten, waren es wir Wildlanzen, die sich um den König kümmern sollten. Dieser besaß mystische Runen als Schutz, sowie einen magischen Speer, der von Blitzen umzuckt war. Jedes Mal, wenn er den Speer warf, kam er wieder zurück in seine Hand. Weiters konnte er Tiergeister beschwören um sie gegen seine Feinde zu schicken. Auf dem Mammut befanden sich ebenso Bogenschützen, sowie Schamanen, die mit Trommeln eine Schutzbarriere um das Mammut und den König legten.

Der Anfang wurde mit Magie und Geschossen geführt. Wir konnten die Barriere mit Feuerbällen schwächen. Danach attackierte uns das Mammut, welches nicht so viel Schaden wie befürchtet anrichtete, doch der König, der von ihm runter sprang, war weitaus erfolgreicher. Mit Macht und Magie gelang es uns zuerst dem Mammut im Nahkampf den Todesstoß zu versetzen. Ungefähr zu dieser Zeit tauchte eine der Drachenklauen auf, doch Kung-Lok machte aus ihr schnell kurzen Prozess. Kurze Zeit später schickten wir auch den König seinem Schoßtier hinterher durchs letzte Tor. Bis dahin wurden die Tabaxi von den Axtschnäbeln abgeschlachtet. Erst nach dem Tod des Königs wurde der Verlauf des Kampfes zu unseren Gunsten herumgerissen. Wir teilten uns auf: ein Teil half Sir Julius die restlichen Axtschnäbel zu vernichten, während der andere Teil begann, die Kriegsmaschinen oder deren Besatzung auseinander zu nehmen.

Nachdem auch dies erfolgreich geschehen war, machten die Überreste sich auf zur Oberstadt zu gelangen, um der letzten Verteidigungslinie beizustehen.

Oberstadt

(Arun, Fo, Llombaerth, Mimimi, Ofreg, Waywok)

Die Schlacht um die Oberstadt begann mit dem Vormarsch der gegnerischen Truppen. Richtung Tor näherte sich ein Trupp schwer gepanzerter Drakonier mit zwei Rammböcken, dicht gefolgt von der schon vorhin gesichteten Einheit Panther. Weiters begann der riesige Affe mit fürchterlichem Gebrüll etwas östlich die Klippe zur Oberstadt hinaufzuklettern. Schließlich gab es noch Bargas mit seinem Drachen, die sich zusammen mit den restlichen Geiern in die Lüfte erhoben.

Auf unserer Seite waren die Armbrustschützen von Einheit Barrock sowie die verbleibenden Kriegsmaschinen Hendryks in der Nähe des Tores, während Murit sich mit den Wildlanzen in den Kampf gegen den Affen stürzte, um danach wieder das Tor unterstützen zu können. Igniziel standen im Tor, um den Torplatz zu halten, während die restlichen Goliathe Bharashs auf den Mauern auf den Feind warteten. Malok selbst beschwor ein felsiges Elementarwesen, welches sich ebenfalls vor dem Tor positionierte.

Der Kampf gegen den Affen war schnell gewonnen, doch gab es Probleme am Tor: Während die Bestien unter dem Beschuss unserer Schützen litten, zeigten die Drakonier keine ausreichende Schwachstelle und hielten weiter auf das Tor zu.

Als der Affe fiel, wurden wir allerdings vom Tor durch die Tatsache getrennt, dass der blaue Drache darauf landete und Hendryk zersprengte, eher Bargas unheilige Flammen beschwor und die gesamte Einheit Bharash hinwegfegte. Es gelang schließlich Ofreg den Anführer der zweiten Legion hundert Fuß nach Osten zu locken, um das Tor etwas zu entlasten. Ein heftiger Kampf zwischen unserer Elite und dem Drachenreiter entbrannte, die Bargas kaum mitnahm, aber dem Drachen schwere Verletzungen zufügte. In diesem Kampf wurden auch die letzten von Bretvias Zwergen und mit ihr Einheit Murit ausgelöscht. Als sich letztlich das Narrenspiel auf Seite Corlovans stellte, wurde die Bestie besiegt. Der feindliche Kommandant stürzte die Innenseite der Mauern hinab, wo ihn schon unsere Mitstreiter erwarteten.

Doch zu diesem Zeitpunkt sah es nicht gut aus. Während die Drakonier offensichtlich Probleme hatten, ihre Rammböcke richtig zu platzieren, hämmerten einige Schamanen auf das Tor und konnten es gröber beschädigen. Malok wirkte seine Magie durch das Tor und konnte die Gegner etwas dezimieren, doch unsere Schützen litten unter dem direkten Beschuss der feindlichen Artillerie, der wir nichts mehr entgegensetzen konnten. Trotz einer kurzen Pause, als die Furchtrune vor dem Tor aktiviert wurde, drohte das Tor zu fallen, während wir Wildlanzen noch immer mit Bargas gebunden waren, der sich wie erwartet als äußerst zäher Gegner herausstellte. Zu allem Überfluss nahmen wir aus der Richtung des Hospizes im Ordenshaus plötzlich Schreie und Flammen wahr.

Doch wir konnten nicht weichen. Würde das Tor fallen, würde die gesamte Oberstadt samt Hospiz folgen. Als das Tor durchbrach, rief Bargas die Unterstützung seines Gottes an, und eine Wolke des Todes umgab ihn. Drei der Lanzen gingen fast sofort zu Boden, während die Magie des dunklen Gottes noch immer an ihren reglosen Körpern wütete. Mit all meiner Macht konnte ich diese Magie bannen, zog dadurch allerdings die Aufmerksamkeit des Priesters auf mich. Während eine gegnerische Kriegerin sich auf die Mauer teleportierte, hielt mich die Macht Schwarzfausts fest.

Das Elementar war inzwischen zerstört, und König Malok schwer verwundet geflohen. Waywok kämpfte einen verzweifelten Kampf gegen eine Schattenklaue, die sich als Mutter Brehm ausgab, abgeschnitten vom Rest der Truppe. Igniziel, die, ermutigt vom Klang der Siegeshörner aus dem Westen, schon weit länger gehalten hatten als man für möglich hielt, hatten Probleme, die einstürmenden Gegner zurückzuhalten. Doch dann wurde unsere Hoffnung wahr, und unsere Kameraden vom Hinterhalt stürmten von hinten in die gegnerische Formation. Auch wenn von dieser Truppe nur mehr die Wildlanzen eintrafen, konnte der Feind gar nicht anders, als seinen Vorsturm zu stoppen und sich in die andere Richtung auszurichten. Sir Cian schaffte es, mich auf der Mauer zu erreichen und meine Peinigerin zu stoppen, und ich überkam endlich den lähmenden Zauber. Ich versuchte, meine Kameraden noch zu retten und konnte Fo noch aufhelfen, während Cian Mimimi versorgte. Für den tapferen Ofreg, der den Gegner so lange binden konnte, kam leider jede Hilfe zu spät.
Der Rest unserer Leute pflügte regelrecht durch die Gegner, wobei Alykith allerdings ebenfalls zu Boden ging.

Doch langsam schien auch die dunkle Gunst auf Bargas zu schwinden. Seine Verletzungen schlossen sich immer langsamer, und als er einige heftige Hiebe Khelrims abwehrte, nutzte Hethurin eine Öffnung seiner Verteidigung, um ihm den halben Hinterkopf mit Magie wegzusprengen. Doch zu unserem Entsetzen begann die Wunde sich zu schließen und er ging nicht zu Boden. Geistesgegenwärtig konnte ich noch einen Pfeil in diese Wunde schießen, und die Wundschließung stoppte sofort. Graumann und Lisidris, die sich inzwischen gezeigt hatten, wurden ebenfalls gerichtet, allerdings nicht, bevor Graumann Waywok seinen Dolch in die Brust rammte, und nicht ohne immer ein Auge auf den dunklen Priester zu haben, sollte er sich nochmals erheben.

Nachdem der Kampf abgeflaut war, machten wir uns sofort auf den Weg Richtung Hospiz. Anscheinend hatten sich etliche Angreifer eingeschlichen und wollten die Verletzten töten. Es ist unseren Truppen hoch anzurechnen, dass selbst die Verletzten noch genug Kampfeswillen hatten, um sich dieser Angreifer zu entledigen. Mutter Brehm wurde schwer verletzt aufgefunden und von uns notdürftig versorgt, da auch unsere Kraft bereits im Schwinden war.

Doch der Kampf war gewonnen. Aus dem Hafen hatte man schon vorher unsere Siegeshörner vernommen, und die der Oberstadt schlossen sich ihnen an.

Ordenshalle

Unbemerkt hat sich Lisidris aus Vaar gemeinsam mit ein paar Attentätern in die Ordenshalle eingeschlichen. Als der Kampf um die Mauern der Oberstadt gerade voll im Gange war, schlugen sie zu. Sie legten Feuer und versuchten Mutter Brem umzubringen. Alle Attentäter bis auf Lisidris konnten jedoch von den tapferen Männern und Frauen im Lazarett schließlich überwältigt werden. Dieser verkleidete sich feige als Mutter Brehm und griff uns von hinten an.

Wir sind noch hier

In brutalem Kampf, aus dem Lichthafen beschädigt aber ungebrochen hervorgegangen ist, haben die Kolonie und ihre Verbündeten schwere Verluste erlitten. Die Nordstadt ist angesengt, teilweise sogar niedergebrannt. Der Westen des Hafens ist fast völlig zerstört. Das Torhaus der Oberstadt ist schwer beschädigt. Einige unserer Schiffe und fast alle Kriegsmaschinen wurden beschädigt oder zerstört. Die Wildlanzen beklagen den Tod von Alykith, Ofreg, Thalak und Waywok.

Zusätzlich hat es folgende Verluste gegeben, die in den kommenden Tagen unter großen Feierlichkeiten und Zeremonien bestattet werden:

Die Goliathe haben 174 Krieger und Kriegerinnen verloren, unter ihnen des Königs eigener Lehrer, Vagglath Schuppenbruder, der von den schwarzen Flammen des Feindes über dem Tor verzehrt wurde. Der mächtige Thorweld fiel unweit des Flusses einer überraschenden Attacke der feindlichen Löwenbestien zum Opfer.

Die tapferen Krieger Dahanors sind fast allesamt gestorben. Der Stahlherz-Klan wurde bis auf den letzten Mann ausgelöscht, während vom Silberbart Klan nur eine Handvoll die Blitze des blauen Drachen überlebt haben. Beide ihrer Anführer, Rangus und Bretvia, sind unter den Gefallenen.

Von den Freihändlern leben nur noch drei. Ashgor, der mächtige Werbär, wurde von der Magie des Todesboten persönlich vernichtet. Skirrit und Jago befinden sich noch unter uns.

Der Onyx Klan hat schwere Verluste erlitten. Sowohl Häuptling Kashak als auch der tapfere Meepo sind gefallen. Nur ein halbes Dutzend Kobolde, welche unter den Trümmern verschüttet waren, kehren in ihre Heimat zurück.

Das Meervolk hat ebenfalls im Kampf unter den Wogen Verluste erlitten. Es haben nur etwa ein Drittel der Kriegerinnen, welche Lichthafen verteidigt haben, überlebt.

Die elfische Garde von Lothieran kann 29 Überlebende verzeichnen. Ihr Anführer, Major Fyladris, wurde jedoch von der Eismagie des Feindes getötet.

Der Clan der Sonnenhufe wurde stark dezimiert. Von den 50 Kriegern sind nur zwei nach Hause gekommen, und diese wurden schwer verletzt. Die Zentauren trauern außerdem um Agia, die Unerschütterliche, die ihre Leute tapfer in die Schlacht geführt hat. Von diesem Schlag wird sich der Stamm nur langsam erholen können.

Die zweihundert Tabaxi, die an unserer Seite gekämpft haben, sind vom Feind stark getroffen worden. Nur 26 von ihnen haben überlebt. Ihr großer Häuptling Mondsichel ist in der Nordstadt gefallen. Die Heldin Sembia, welche die Überreste beim Angriff auf die Nordstadt führte und den Mörder Graumann tötete, weilt noch unter uns.

Die Kavallischen Lanzenreiter haben uns alle mit ihrem Mut beschämt. Sir Julius Ortorius sowie drei weitere tapfere Männer sind alles, was von den stolzen Reitern übrig ist.

Die Wache Lichthafens, tapfere Soldaten des Lord Kommandanten, haben gewaltige Verluste erlitten. Von den 200 Kriegern, welche die Schlacht begannen, haben nur 38 ihr Ende miterlebt… und viele davon werden nie mehr kämpfen können.

Schlussendlich die Miliz: Männer und Frauen, die alles gegeben haben, um für ihre Familien zu kämpfen, und das trotz gewaltiger Übermacht des Gegners. Von den 500 sind nur noch etwa 120 am Leben. Während viele davon schwer angeschlagen sind werden wir alles daransetzen, dass sie sich von ihren Verletzungen erholen können.

Ruhm und Ehre für die tapferen Streiter! Wir werden die Überlebenden immerdar preisen und die Gefallenen nie vergessen!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.